Gamescom 2015 – Rückblick

„Celebrate the Games“ – Atemberaubend, überwältigend oder einfach nur genial – gamescom 2015 – Weltweit größtes Event für Computer- und Videospiele Besucherrekord erneut gebrochen

Atemberaubend, überwältigend oder einfach nur genial – das sind die ersten Gedanken, die man hat, wenn man die gamescom wie ich – jetzt bereits zum wiederholten Mal – erleben durfte. Nicht nur die unendliche Vielfalt an Ausstellern für Computer und Gaming, sondern die einzelnen Veranstaltungen und Events in der Messe lassen die gamescom zum einmaligen Erlebnis werden. Mittlerweile ist diese Messe Kult und Pflichtevent für alle Computer- und Gaming-Begeisterten.

Gamescom-Besucherandrang

Dieses Jahr feierten rund 345.000 Besucher aus 96 Ländern auf dem weltweit größten Event für Computer- und Videospiele. Mit 33.200 Fachbesuchern verzeichnete die gamescom abermals einen Zuwachs von über 5 %. Mit etwa 6000 Journalisten war das Medieninteresse an der Messe extrem hoch. Dieses Jahr musste die Messe um zwei Hallen erweitert werden. Auch organisatorisch wurde einiges geändert und verbessert. So wurde die Besucherführung verbessert und das Rahmenprogramm erweitert und aGamescom-Messeeinlassngepasst. Abseits der Massen gab es die Business Area. Hier standen hauptsächlich Informationen und Neuvorstellungen im Vordergrund.

Über die gamescom berichten könnte ein ganzes Buch umfassen. Nachstehend möchte ich trotzdem ein paar Highlights meiner fünf Messetage vorstellen.

Kommt jetzt die Helmpflicht für`s Wohnzimmer?

Einer der Highlights war der Stand von Oculus, auf dem die neue Rift und Gear VR vorgestellt wurden. Wer sich unter dem Begriff nichts vorstellen kann, kein Problem, mir ging es am Anfang genau so. Das VR steht für Virtual Reality, man taucht also quasi mit diesen Helm-Brillen mitten in das Spielgeschehen ein. So muss man nicht mehr nur auf einen Bildschirm starren, sondern hat die freie Wahl, aus welchem Blickwinkel man das Spiel betrachten möchte. Durch die VR-Brille hat man einen 360 Grad-Rundumblick. Es ist schon beeindruckend. Dadurch bekommt der Spruch „Mitten drin, statt nur dabei“ eine völlig neue Bedeutung. Diese Brille wird es vermutlich im ersten Quartal 2016 zu kaufen geben.

Nach meinen Erfahrungen am Oculus-Stand ließ ich mich hinreißen, noch einige neue Spielehighlights auszuprobieren. Unter diesen war das Spiel Mad Max, das zum neuen Film der Reihe, der gerade in den Kinos läuft, gehört. Man spielt sich hier durch eine Postapokalyptische Welt, muss allerlei „Schrott“ sammeln, um so Geld zu verdienen, sein Fahrzeug aufzurüsten und in der Wüste zu bestehen. Alles in allem ein sehr gelungenes Spiel, der Openworld-Aspekt macht ex auf jeden Fall sehr kaufinteressant.

Zu meinen persönlichen Lieblingsveröffentlichungen auf der gamescom zählte das neue Anno. Mit Anno 2205 stoßen die Entwickler in ganz neue Gebiete vor, was Spielmechaniken, aber auch Grafik und Design angeht. Anno 2205 spielt – wie es der Name schon verrät – ca. 200 Jahre in der Zukunft. Hier wird es erstmalig möglich sein, nicht nur, wie üblich, eine Stadt gleichzeitig zu bewirtschaften und am Leben zu erhalten, sondern es wird verschiedene „Sessions“ geben, zwischen denen der Spieler wählen kann. Erstmalig wird es auch möglich sein, den Mond zu kolonisieren, was ein Schritt in eine komplett neue Richtung ist. Das Spiel wird noch in diesem Jahr am 03. November veröffentlicht. Man kann es sich allerdings jetzt schon vorbestellen und einer der ersten sein, der in neue und ferne Welten aufbricht – in Anno 2205.

Um die neuesten Spiele den Besuchern noch näher zu bringen, tummelten sich an den jeweiligen Messeständen Gamer in tollen authentischen Kostümen. Sie verkörpern dabei Personen aus den einzelnen Spielewelten. Je bunter und schriller, desto besser. Einfach irre. Weiter fanGamescom-Kostümeden dort regelmäßig spezielle, Shows rund um die Gamingwelt statt.

Auch die Fußballanhänger kamen auf der gamescom voll auf ihre Kosten. Vorgestellt wurden hier die neuesten Spiele und Trends rund um Fußball für Xbox one und Playstation 4.

Auf der Messe gab es aber nicht nur neue Spiele und Trends. Auch alte, ja wirklich richtig alte Kult-Spiele wie Pacman oder Bomberman wurden in der Halle 10 präsentiert. Sogar mehrere Varianten vom ganz klassischen Flipper, wie ihn viele noch aus Bars oder Kneipen kennen, konnte man hier bestaunen.

Zum Schluss noch einige Worte für jeden, der es sich nach diesem Artikel überlegt, ob es sich einmal lohnt, bis nach Köln zu fahren, nur um auf eine Messe zu gehen. Dem kann ich klar sagen: „Es gibt nichts Cooleres“. Auch wenn man oft megalange Wartschlangen hat, um ein Spiel zu testen oder die neueste Technik auszuprobieren, es ist wirklich atemberaubend dort zu sein und die Spannung und Stimmung vor Ort zu spüren. Ich kann jedem, der Gaming- oder Hardwarebegeistert ist, mit bestem Wissen und Gewissen nur raten: „Schaut es euch an. Auch ihr werdet überwältigt sein.“